Schüleraustausch

Der Schüleraustausch mit dem II. Lyceum unserer Städtepartner-Schule Legnica findet nun schon regelmäßig seit dem Jahr 1998 statt und ist damit der nicht preisgekrönte Träger des „Antike-Siegels der Schüleraustausche“.  Im Rahmen der jeweils 10-tägigen Begegnungen der Jugendlichen bei ihren Besuchen in Wuppertal, bzw. Legnica lernen die Schüler*innen ihr Nachbarland und deren Kulturen aus erster Hand kennen. Die Aufnahme der Gastschüler*innen in private Haushalte gewährt ihnen einen sonst kaum zu ermöglichenden Einblick in den Lebensalltag und führt nicht selten zu über den Austausch hinaus andauernden Freundschaften.

Unsere Gäste haben während der Zeit ihres Besuchs darüber hinaus die Möglichkeit, historisch bedeutsame Orte kennenzulernen. Fahrten zum Kölner und Aachener Dom stehen dabei obligatorisch ebenso auf dem Programm wie Ausflüge zum UNESCO-Welterbe-Gelände der Zeche Zollverein in Essen.

Eines der zentralen Aspekte des Besuchs unserer Schüler*innen in Polen  ist der Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz/Birkenau sowie die diesbezüglich thematische  Auseinandersetzung im weiteren Rahmen mit den Themen der Übernahme historischer Verantwortung, Manipulation, Respekt, etc.

Vielen Schüler*innen und deren begleitenden  Lehrer*innen ist unser Nachbarland und seine Menschen durch den direkten Kontakt sehr ans Herz gewachsen. Das ansonsten nicht typische Reiseziel  Polen wird nach dem Austausch von nahezu allen Beteiligten anders gesehen, als zuvor von der Presse vermittelt. Das Aufeinandertreffen mit  betont gastfreundlichen, offenen,  jungen Menschen in einem sehr sehenswerten Land ist ein Garant für Bildung im eigentlichen Sinn!

(Martin Schulte, Leiter des Austauschs)

Vom 21. bis 31. März reisten Nora Wittmann (8a), Bèla Scheurmann (8c), Therese Schau (9b), Jannik Weber (EF) und Antonia Salentijn (Q1) mit Frau Jansen und Herrn Krugmann zu einem internationalen Schulkongress an der Norwood Morialta High School (NMHS) in Adelaide, Australien.
Vor Ort arbeiteten die fünf Schülerbotschafter des WDG in interkulturellen Teams mit Schülerinnen und Schülern aus 10 Ländern, darunter Brasilien, Japan, Hawaii und Neuseeland u.a. an Themen der Agenda 2030 und entwickelten gemeinsam innovative Projektideen als Antworten auf Fragen zum Klimaschutz, zur Armutsbekämpfung oder zur Bildungsgerechtigkeit.
Das Ergebnis dieser Reise rund um den Globus ist eine Schulpartnerschaft des WDG mit der NMHS, die künftig vielfältige und spannende Austauschmöglichkeiten zwischen beiden Schulen eröffnet. Hierzu wir nach den Sommerferien eine Informationsveranstaltung stattfinden, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Grüsse aus dem Himmel(spalast) senden 16 Schüler/innen aus China
Schüleraustausch der Wuppertaler Gymnasien mit Wuhan in China - Wir sind dabei!
Nach einem 10-Stundenflug und einem grandiosen, aber beschwerlichen Aufstieg auf die Große Mauer besuchten wir bereits den Kaiserpalast im Herzen Pekings, das olympische Dorf mit dem berühmten 'Vogelnest' sowie den Himmelstempel.

Am meisten beeindruckten uns aber die Begegnungen mit den Menschen in den Gassen der Altstadt der 22 Millionen Metropole.

Wir freuen uns nun auf eine Woche Austausch mit chinesischen Schülern in Wuhan!


10 Tage lang besuchen Schülerinnen und Schüler aus Wuhan Wuppertal

Wuppertaler Schulen empfangen chinesische Austauschschüler/-innen aus Wuhan
(Text: Birgit Gößman) (Bild: Jie Zhou)
15 chinesische Schüler/-innen und zwei Begleitkräfte von der No 1. Middle School aus Wuhan sind derzeit in Wuppertal. Das Wilhelm Dörpfeld Gymnasium, das Gymnasium am Kothen und das Städtische Gymnasium Bayreuther Straße haben seit dem letzten Jahr eine Schulpartnerschaft mit der No. 1 Middle School. Die Freude war groß als die chinesische Austauschgruppe spät abends am 4. Juli im Düsseldorfer Flughafen eintraf. Viele Austauschpartner/-innen waren überglücklich ihre vertrauten Freund/-innen aus dem vergangen Jahr wiederzusehen, andere haben nun die Chance neue Freundschaften zu schließen. Empfangen wurde unsere chinesische Austauschgruppe im Rathaus der Stadt Wuppertal vom Dezernenten für Kultur, Schule und Sport, Matthias Nocke, und begrüßt von unserem Oberbürgermeister Peter Jung. Bisher können die deutschen und chinesischen Schüler/-innen auf viele gemeinsame Erlebnisse zurückblicken: ein lehrreicher Rundgang durch die Stadt Wuppertal, der Besuch des Museums für Frühindustrialisierung und des Engelshauses, eine Kanufahrt auf der Wupper vorbei an den malerischen Steilhängen des Wupper-Tals, sowie der Besuch der Bergischen Universität, die zugleich eine Partneruniversität in Wuhan hat. In Bonn waren unsere chinesischen Gäste vom Haus der Geschichte sowie vom Geburtshaus des weltberühmten Komponisten und Musikers Ludwig van Beethoven beeindruckt. Ein weiteres letztes Highlight während des Aufenthaltes wird noch der Besuch des Kölner Doms sein. Interkulturelle Erfahrungen wurden bisher nicht nur durch die verschiedenen Exkursionen gewonnen, sondern insbesondere durch das Eintauchen in den deutschen Schulalltag. Schule in Deutschland ist anders als in China: Schulgröße (ca. 1000 statt 4500 Schüler/-innen), Lerngruppengröße (ca. 25-30 statt 50-60 Schüler/-innen), viel schülerorientierter Unterricht statt viel Frontalunterricht, traditionelle Kreidetafeln in deutschen Klassenzimmern statt White- und Smart Boards in chinesischen Klassenzimmern, u.v.m. In den Gastfamilien wurden unsere chinesischen Schüler/-innen herzlich aufgenommen. Sie können hautnah den Alltag in den Familien miterleben und hier einmalige Erfahrungen sammeln. Austauschprogramme und Schulpartnerschaften fördern die grenzüberschreitende Mobilität junger Menschen, das Verständnis füreinander sowie Toleranz und Aufgeschlossenheit. In Begegnungen erwerben Schüler/-innen interkulturelle Erfahrungen, die für ihre persönliche und berufliche Entwicklung immer wichtiger werden. Daher fördert das Auswärtige Amt eine Vielzahl an Aktivitäten im Bereich des schulischen Austausches. Dieses deutsch-chinesische Austauschprojekt unserer Schule wie auch weitere Projekte (Israel und Indien) werden vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD)unterstützt.

Erfahrungsbericht vom ersten Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Wuhan (China)

Es war Freitagabend, als wir uns am Düsseldorfer Flughafen trafen, um gemeinsam für zwei Wochen ins Ungewisse zu fliegen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Istanbul landeten wir nach elf Stunden Flug in Peking.

Am ersten Abend gab es direkt schon chinesisches Essen zur Einstimmung. Nach einem abwechslungsreichen und interessanten Frühstück am nächsten Morgen sind wir mit Frau Wang, unserer Führerin, die sehr gut Deutsch sprach, zur chinesischen Mauer gefahren. Insgesamt 1700 ungleichmäßige und glitschige Stufen führten zur Spitze, von der man einen super Ausblick über die Berge und die Natur hatte.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter zu den Ming Gräbern und der Allee der Tiere. Den Abend rettete uns der dem Hotel gegenüberliegende McDonalds.

Am zweiten Tag in Peking besichtigten wir morgens bei strahlendem Sonnenschein den Olympiapark. Danach ging es weiter zum Platz des Himmlischen Friedens und der beeindruckenden Verbotenen Stadt. Bevor es abends zum Hauptbahnhof ging, fuhren wir noch zum Himmelstempel, dem Wahrzeichen Pekings, und besuchten einen verrückten Basar. Die folgende Nacht im Zug zeigte die unterschiedlichen Auffassungen von Hygiene und Komfort. Nach elf Stunden erreichten wir endlich Wuhan und es erwartete uns ein sehr gegensätzliches Stadtbild zu Peking. Statt flachen und zum Teil noch sehr alten Gebäuden befanden wir uns in einer schnell wachsenden Metropole, mit Hochhäusern und Kränen, wohin man schaut.

Von dem Vize-Direktor der Schule und weiteren Verantwortlichen wurden wir sehr herzlich in der Schule in Wuhan begrüßt. Anschließend wurden wir über das riesige Schulgelände geführt. Ein eigenes Fußballstadion, 36 Basketballplätze, ein Supermarkt, Handyshop und schuldeigener Frisör oder die Kantine waren nur einige Bestandteile der Schule. Mittags war es dann endlich soweit, wir lernten unsere chinesischen Austauschpartner kennen. Bei dem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine konnten wir erste Gespräche führen und Eindrücke austauschen. Nachdem wir die Möglichkeit hatten, am Nachmittag den Unterricht zu besuchen, sind wir um 17.00 Uhr mit den jeweiligen Austauschschülern nach Hause gefahren. Dort trafen wir das erste Mal auf unsere Gasteltern, die uns sehr freundlich aufnahmen.

Unser 2. Tag begann mit einer Stunde chinesisches Malen, die sehr unterschiedliche künstlerische Resultate brachte. Darauf folgte der Kung Fu Kurs auf dem Fußballrasen. Ein sehr talentierter Lehrer versuchte uns in diese Kunst einzuführen. Viele taten sich damit schwer, aber alle hatten Spaß.

Am Nachmittag fuhren wir zu unserer Partneruniversität, der Hubei University of Technology. Hier wurden wir auch mit offenen Armen begrüßt und konnten mit den deutsch sprechenden Studenten interessante Gespräche führen.

Donnerstag besichtigten wir die deutsche Firma Hoppecke und die Wuppertaler Firma Brose. Entgegen unserer ersten Vorstellung stellten wir während der Besichtigungen der Firmen fest, dass hier in deutschen Firmen die Angestellten und Arbeiter unter akzeptablen Arbeitsbedingungen gute Arbeit leisten.

Freitagmorgen holte uns ein Bus mit Fremdenführer zu einer Sightseeing-Tour ab. Das erste Ziel war die älteste Universität in Wuhan, die eher einer kleinen Stadt glich. Anschließend folgte das Wahrzeichen von Wuhan: der Yellow Crane Tower. Von der obersten Etage des fünfstöckigen Gebäudes hatte man einen weitreichenden Ausblick über die Stadt. Nach dem Mittagessen in einem „deutschen Brauhaus“ made in China war das Museum mit Ausgrabungen von Marquis Yi of Zeng unser nächstes Ziel. Dort zogen wir die Aufmerksamkeit vieler Chinesen mit Fotokamera und auch eines Fernsehteams auf uns.

Nach drei Tagen Besichtigungen, Sehenswürdigkeiten und ersten einprägsamen Einblicken in die chinesische Geschichte folgte das Wochenende. Verschiedene Erlebnisse füllten die sonnigen zwei Tage, die jeder mit seiner Gastfamilie oder zusammen mit anderen Austauschschülern verbrachte. Der Besuch einer chinesischen Hochzeit, abwechslungsreiches Kulturprogramm oder ein Freizeitpark waren nur einige Aktionen.

Montagmorgen um 7.00 Uhr mussten wir wieder in der Schule sein. Nach der dritten Stunde fanden wir uns mit allen 6000 Schülern vor dem Haupteingang ein und vollzogen die wöchentliche Flaggenzeremonie, bei der die Schüler in Reih und Glied stehen und die chinesische Flagge feierlich gehisst wird. Wir wurden gebeten zu dieser Zeremonie eine kurze Rede zu halten, die Anton schrieb und hielt.

Die folgenden zwei Tage verbrachten wir von morgens bis nachmittags in der Schule. Teilweise im Unterricht oder auf dem Schulgelände, beispielsweise am See oder auf dem Fußballplatz.

Mittwoch hieß es dann, nach einem gemeinsamen Mittagessen mit allen Gastschülern, Abschied zu nehmen. In diesen neun Tagen lernten wir neue Freunde kennen, zu denen wir auch nach unserer Rückkehr noch Kontakt halten. Für jeden von uns war die Reise ein unvergessliches Erlebnis mit Höhen und Tiefen, doch durch die Gastfreundlichkeit und Offenheit der Menschen, die wir dort getroffen haben, wird sie uns als ein voller Erfolg in Erinnerung bleiben.

Das WDG nimmt seit 2013 jährlich am gemeinsamen Schüleraustausch  der Wuppertaler Gymnasien un der privaten Herderschule nach Wuhan teil.

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