Geisteswissenschaften

Politik/Sozialwissenschaften am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium

Woher kommen Gesetze? Warum gibt es den Euro? Was bedeutet „alternde Gesellschaft“? Und warum hat unsere Stadt eigentlich immer weniger Geld?

Kaum ein anderes Schulfach ist so realitätsnah und beschäftigt sich so intensiv mit den Fragen und Problemen unserer Zeit wie das Unterrichtsfach Politik (Bezeichnung in der Sekundarstufe I) bzw. Sozialwissenschaften (wie es in der Sekundarstufe II heißt).

Was macht man im Fach Politik/Sozialwissenschaften?

Das Fach Politik/Sozialwissenschaften holt die Schülerinnen und Schüler in ihrer Lebenswirklichkeit ab und hilft unter Verwendung politologischer, soziologischer und ökonomischer Ansätze und Theorien die gesellschaftlichen Phänomene bzw. Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu erkennen sowie Lösungsansätze zu entwerfen. So entwickeln die Schülerinnen und Schüler einen im Alltag umsetzbaren Sinn dafür, dass teure Markenprodukte beispielsweise nicht zufällig in den Geschäften auf Augenhöhe platziert werden, dass Smartphones unsere Interaktion in der Gesellschaft verändern oder dass jeder Einzelne von uns sich am Klimaschutz beteiligen kann.

Damit werden die Jugendlichen praktisch befähigt, ihre eigene Umwelt und sich selbst bewusster wahrzunehmen, Informationen zu reflektieren und das eigene Handeln zu hinterfragen sowie bewusster nachhaltig zu gestalten. Das Fach Politik/Sozialwissenschaften unterstützt die Schülerinnen und Schüler maßgeblich bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und lässt sie zu mündigen Bürgern unserer Gesellschaft werden.

Politik/Sozialwissenschaften als besonderes Fach am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium

Am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium bildet das Fach Politik/Sozialwissenschaften den Schwerpunkt innerhalb der Gesellschaftswissenschaften. Es wird mit Ausnahme der fünften Klasse in allen Jahrgangsstufen unterrichtet und darüber hinaus in verschiedenen Wahlpflichtbereichen angeboten, so etwa im Differenzierungsbereich ab der 8. Klasse als Unterrichtsfach „Politik-Informatik“ sowie als Leistungskurs in der Oberstufe. Dank guter personeller Ausstattung kann das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium der hohen Nachfrage von den Schülerinnen und Schülern am Fach Sozialwissenschaften gerecht werden und bietet deshalb fast immer sogar zwei Leistungskurse parallel in der Sekundarstufe II an.

Der enge Praxisbezug des Faches mit seinen für die Schüler interessanten alltagsnahen Fragestellungen hat zudem zur Herausbildung von verschiedenen inzwischen etablierten außerunterrichtlichen Aktivitäten geführt. Wie kaum ein anderes Gymnasium in Wuppertal engagiert sich das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium erfolgreich bei verschiedenen an das Fach Politik/Sozialwissenschaften angelehnten Wettbewerben (z.B. Start-Up, Planspiel Börse, Kurs21,…) und plant je nach aktuellem Anlass Exkursionen (Landtag, Bundestag, UNO-Spiel) oder lädt Gäste für themenspezifische Podiumsdiskussionen (regionale Kandidaten anlässlich der Wahlen etc.) ein.

Das gelungene Wechselspiel aus Unterricht und – unter aktiver Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler inszenierten – außerunterrichtlichen Aktivitäten verbindet Theorie und Praxis, wodurch die Jugendlichen kompetenzübergreifend auf ihre außerschulische Zukunft vorbereitet werden.

Das gelungene Wechselspiel aus Unterricht und – unter aktiver Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler inszenierten – außerunterrichtlichen Aktivitäten verbindet Theorie und Praxis, wodurch die Jugendlichen kompetenzübergreifend auf ihre außerschulische Zukunft vorbereitet werden.

Schon die Tatsache, dass der berühmte Archäologe, Wilhelm Dörpfeld, der gemeinsam mit Schliemann Troja ausgrub, Namensgeber unserer Schule ist, verpflichtet zur lebendigen Auseinandersetzung mit historischen Fragestellungen.

Folglich hat sich die Schule dazu entschlossen, dem Fach durch die bewusste Erweiterung des Unterrichts auf 7 statt der obligatorischen 6 Halbjahre eine größere Bedeutung zukommen zu lassen.
Das Fach Geschichte wird somit ab dem 2. Halbjahr der Klasse 7 durchgehend unterrichtet; in der Regel wird ein gut besuchter Leistungskurs in der Oberstufe angeboten.

Aufgrund des altsprachlichen Schwerpunktes unserer Schule verknüpfen wir fächerübergreifend Themen antiker Geschichte insbesondere mit den Fächern Latein und Griechisch, z.B. durch sich ergänzende Informationen hinsichtlich Autoren oder Alltagsleben.

Zwar werden durch den Lehrplan die Unterrichtsinhalte weitestgehend festgelegt, doch wird über das auf der Grundlage des Schulbuches „Geschichte und Geschehen“ vermittelte Wissen hinaus von zahlreichen ortsnahen Angeboten Gebrauch gemacht, wie z. B.:

- Museum für Frühindustrialisierung oder LVR-Industriemusuem in Ratingen

- zahlreiche Denkmäler des 19. Jahrhunderts und der Industrialisierung in Wuppertal

- Haus der Geschichte in Bonn

- Archäologischer Park in Xanten

Religionsunterricht am Wilhelm - Dörpfeld - Gymnasium

 

Der Religionsunterricht möchte Schülerinnen und Schüler befähigen ihr Grundrecht auf Religionsausübung wahrzunehmen. Das Leitbild der Schule hebt die Nähe zur christlichen Tradition mit der besonderen Berücksichtigung von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung hervor. Schülerinnen und Schüler aller Religionen können am Religionsunterricht teilnehmen. Der Unterricht wird konfessionell getrennt erteilt. Darüber hinaus ist es uns wichtig, das religiöse Leben in Gottesdiensten und Andachten zu erfahren, die wir ökumenisch oder konfessionsverschieden feiern.

 

Warum Religionsunterricht?

 

Religion gehört zum Menschen

Religionsunterricht ...

  • ...ist ein ordentliches Lehrfach (staatlich organisiert, versetzungsrelevant, in Verantwortung der Religionsgemeinschaften).

  • ...befähigt zur Wahrnehmung des Grund- und Menschenrechts zur freien Religionsausübung

  • ...macht bekannt mit der Bibel und ihrem bedeutenden Einfluss auf die vergangene und gegenwärtige Gesellschaft

  • ...nimmt das Bedürfnis nach Orientierung ernst und bietet Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit dem christlichen Selbstverständnis und ermöglicht religiöse Kritik und Urteilsfähigkeit.

  • ...kann Menschen zum Nachdenken über das eigene Leben bringen, auch in Krisensituationen.

  • ...kann Menschen für Mitmenschen sensibilisieren.

  • ...stellt Kontakte her zu Kirchen und Kirchengemeinden in der Umgebung der Schule.

  • ...betrachtet andere Religionen und sucht nach Gemeinsamkeiten in der Vielfalt.

 

Schlägt man ein Lexikon auf, so findet man meist zunächst die Begriffserklärung: Philosophie, altgriechisch φιλοσοφία, latinisiert philosophia, bedeutet wörtlich „Liebe zur Weisheit“. Eine Bedeutung, die auch für den Unterricht weitreichend ist – denn Liebe zur Weisheit ist keine erlernbare Formel, sondern eher ein Weg, auf den ein Lehrer einen Schüler begleiten kann. DIE Philosophie an gibt es dabei so wenig wie DIE Religion. Die Menschen, die gemeinhin »Philosophen« genannt werden, haben in den vergangenen ca. 2500 Jahren die unterschiedlichsten und widersprüchlichsten Behauptungen aufgestellt, zu denen sie oft auf unterschiedlichsten Wegen gelangten. In diesem Sinne ist die Frage,was Philosophie ist, ist bereits eine Frage der Philosophie. Um dennoch eine Zusammenfassen zu haben, könnte man es so formulieren:

Philosophie ist der Versuch des Menschen mit der Methode des Denkens seine Existenz, die von ihm wahrgenommene äußere Welt und sein eigenes Inneres zu erklären.

Aufgaben des Faches Philosophie

Philosophie ist vieles, nur eines ist sie nie gewesen:bequem. Sie mischt sich in alles ein – und provoziert auch gerne. Ihr Reichtum sind die Fragen, die Vermutungen, die Verunsicherung. Sie argumentiert gegen den Strich und mutet dem anderen zu, Bequemlichkeiten im Denken aufzugeben. Genau dies ist in diesem Sinne auch ihre Aufgabe gerade in der Oberstufe: Die Schülerinnen und Schüler zum eigenständigen, kritischen, hinterfragenden Denken anzuleiten. Hierbei wird der Lehrer, wie schon oben genannt, zum Wegbegleiter, der vor allem anhand philosophischer Texte vorstellt und methodisch unterstützt, aber keine Lösungsmöglichkeit als Die richtige präsentiert und die Schülerinnen und Schüler somit ihren eigen Pfad finden lässt.


Am 08.September 2017 fand in dem Barmer Rathaus Wuppertal am Johannes-Rau-Platz

ein Planspiel namens "Simulation des Europäischen Parlaments" oder kurz "SimEP" statt.

Dabei verkörpern Jugendliche Wuppertaler Schulen einen von 751 Abgeordneten der Volksvertretung und werden durch die Spielleitung einer Fraktion zugeteilt. Ziel ist es, gemeinsam als Abgeordnete in Fraktionssitzungen und im Plenum über Gesetze zu diskutieren, mit anderen Fraktionen zu arbeiten und einen Lösungsweg zu finden. Gegen Ende der Veranstaltung wird ein gemeinsam erarbeitetes Gesetz verabschiedet. Den Fraktionen lag beim Planspiel im September der Antrag auf Einrichtung einer EU-Armee vor.

Der Geschichtsleistungskurs der Q2 besuchte ein Seminar der Bundeszentrale für politische Bildung in der Gedenkstätte Buchenwald.

Obwohl der Nationalsozialismus mit all seinen Schrecken eine in beiden Sekundarstufen und eine in verschiedenen Fächern zentrale Thematik ist, stellen die Eindrücke und die Erkenntnisse, die in einem ehemaligen Konzentrationslager entstehen,  völlig neue Erfahrungen dar. Diese Möglichkeiten erhielten die Schülerinnen und Schüler des Geschichtsleistungskurses der Q2 durch den Besuch eines Seminars der Bundeszentrale für politische Bildung in der Gedenkstätte Buchenwald in der Nähe von Weimar.  Im Zentrum stand dabei die Wahrnehmung der Entwicklung, der Organisation sowie der Auswirkungen und Folgen der Einrichtung des Konzentrationslager. Insbesondere die Fokussierung auf individuelle Schicksale, die offenkundige Grausamkeit sowie die zahlreichen Anekdoten, die der Gedenkstättenleiter Herr Obarius anzubringen wusste, hinterließen prägenden Eindruck. Verstärkt wurden diese Erfahrungen durch die Übernachtung in den ehemaligen Kasernen der SS-Offiziere.  

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