Naturwissenschaften

Physik. Trocken. Langweilig. Ganz sicher nichts, mit dem man sich näher beschäftigen möchte. So jedoch nicht bei unserem Physiklehrer Thomas Schubert. Dieser ist nämlich vollauf von seinem Fach begeistert - und vermittelt dies auch seinen Schülern. Dafür wurde ihm nun der Deutschen Lehrer-Preis in der Kategorie "Schüler zeichnen Lehrer aus" verliehen. Er nahm ihn gestern, am 30.11.2015, in Berlin zusammen mit drei anderen Lehrern aus NRW entgegen.
Die Jury möchte den bereits seit 18 Jahren an unserer Schule amtierenden Lehrer vor allem für sein pädagogisches Engagement mit der Auszeichnung belohnen. Dem können seine Schüler, welche ihn überhaupt erst für den Preis nominiert haben, vollends zustimmen. Schubert habe es geschafft, ein Vertrauensverhältnis zu den Schülern aufzubauen, gleichzeitig aber den nötigen Respekt erhalten, damit disziplinierter Unterricht jederzeit möglich war. Zudem gestalte er den Unterricht mit solch einer Freunde und Leidenschaft, dass er Schüler mitreißen und mit seiner Begeisterung anstecken kann. Dafür wurde er nun zu Recht belohnt. Wir gratulieren!
https://www.wz.de/nrw/wuppertal/deutscher-lehrer-preis-2015-thomas-schubert-ist-spitze_aid-26034145

 

Die Schülerinnen und Schüler der Q2 Biologie Kurse führten eine Fließgewässeruntersuchung durch!

 
Ein Bach ist ein komplexes Ökosystem, das viele interessante Gelegenheiten bietet, Biologie für Schülerinnen und Schüler anschaulich zu machen. Die Station Natur und Umwelt bietet Schulen die Möglichkeit, in einer mehrstündigen Exkursion eine biologische Gewässergütebestimmung durchzuführen.

In diesem Jahr machten sich drei Kurse auf den Weg, um den Dornbach in Wuppertal zu untersuchen. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichte die Gruppe bereits das natürliche Gewässer. Ausgerüstet mit Gummistiefeln, Sammelgefäßen und Keschern wateten die Kursteilnehmer durch den Bach. Unter der Anleitung eines ausgebildeten Pädagogen der Station entwickelten die Schüler schnell einen Blick für die kleinen Lebewesen des Baches. Unter Steinen und im Kies des Bachlaufs fanden sie verschiedene Wirbellose, die nach einer genaueren Bestimmung in den Räumen der Station Natur und Umwelt wertvolle Hinweise auf die Qualität des Untersuchten Bachabschnitts liefern sollten. Mithilfe von Binokular, Pinzette, Glasschälchen und Bestimmungsliteratur gelang es tatsächlich, die gute Qualität des Wassers festzustellen.

Einsteinwochenende? => Einsteinseminar!

 Wochenende bedeutet: Ausschlafen, Entspannen, Ausgehen, Feiern !?

So oder so ähnlich sieht sicherlich ein „normales“ Wochenende für Schüler und auch Lehrer aus. Nicht jedoch, wenn es zum Einsteinwochenend-Seminar geht.

Wie schon viele Male zuvor fährt der Leistungskurs Physik zusammen mit dem Grundkurs zum Einsteinseminar nach Oberwesel. Als Begleitung sind die Kurslehrer, Herr Peikert (GK) und Herr Schubert (LK) als Referenten mit dabei.

Direkt im Anschluss an die vierte Stunde geht es mit Herrn Peikert und Herrn Schubert zum Wuppertaler Hauptbahnhof. Dort werden noch schnell Essensvorräte ergänzt und dann der Zug nach Köln bestiegen. In Köln werden erneut Essensvorräte herangeschafft und weiter geht es über Koblenz (Umsteigen und diesmal keine Essensvorräte ergänzen, da die Umsteigzeit zu knapp ist) nach Oberwesel.

Dort bleibt den meistens Schülern die Spucke weg, denn das Jugendgästehaus liegt neben der Schönburg gegenüber der Loreley hoch über dem Rhein auf einem Berg.

Zeit zum Verschnaufen bleibt kaum. Das Leben Albert Einsteins wird noch vor dem Abendessen behandelt. Sein interessanter Werdegang im schulischen/universitären wie auch im privaten Bereich gehört ebenso dazu wie sein ambivalentes Verhalten bei der Entwicklung der ersten Atombombe.

Bis gegen 21 Uhr wird die Äther - Theorie analysiert. Doch anstatt zu entspannen (Kicker und Tischtennisplatten stehen zur Verfügung) werden im Bistro mögliche Schwächen der Äthertheorie diskutiert.

Samstag morgen geht es mit viel Elan in die eigentliche spezielle Relativitätstheorie.

Das Fundament bildet c, die Lichtgeschwindigkeit. Sie ist konstant. Alles Andere ist relativ: Strecken werden kürzer oder länger, Zeitabschnitte erscheinen verkürzt oder gedehnt – alles je nach Standpunkt. Zwillinge altern unterschiedlich schnell, aber wer hat denn nun Recht? Um das rauchende Hirn abzukühlen gehen einige in der Mittagspause mit Herrn Schubert ins Hallenbad des Jugendgästehauses schwimmen. Andere erholen sich oder diskutieren die Theorie. Danach wird es immer abgedrehter. Die sich nahezu lichtschnell bewegenden Lehrer erscheinen nicht nur merkwürdig verzerrt, sie werden auch noch schwerer (besonders Herr Schubert).

Abends geht es wieder ins Bistro und die Duelle am Kicker und an den Tischtennisplatten werden fortgesetzt. Am Sonntagmorgen werden Aufgaben bearbeitet, Energiebilanzen erstellt und Beschleuniger durchgerechnet. Ein Video mit Prof. Ruder / Uni Tübingen fasst die Ergebnisse der speziellen Relativitätstheorie auf unterhaltsame Weise zusammen.

Nach dem Mittagessen hastet die gesamte Truppe den Berg hinab und mit der Deutschen Bahn geht es dann zurück nach Wuppertal.

Dort holen die meisten dann den versäumten Schlaf nach. Einigen sieht man das „Wochenende“ am nächsten Tag noch deutlich an. Thomas Schubert


Vertiefung in spezieller Relativitätstheorie - Ein Wochenende für die Relativitätstheorie

Für die Schüler und Schülerinnen des Physikleistungskurses bietet das Wilhelm Dörpfeld Gymnasiums das traditionelle Einsteinwochenende  in Oberwesel an- Hier wird sich intensiv mit der speziellen Relativitätstheorie Albert Einsteins beschäftigt. Frei von schulischen Zeitrhythmen und in ungewohnter Atmosphäre ging es um die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und E=mc². Neben der Theorie standen tagtägliche Auswirkung der Relativitätstheorie auf dem Plan. Wer macht sich schon klar, dass unser GPS jeden Tag 11 km an Genauigkeit verlieren würde, wenn man die Relativitätstheorie nicht berücksichtigt.
Mit dem am WDG traditionellen Wochenendseminar wurde neben der Quantenphysik, die im Unterricht behandelt wurde, das zweite Fundament der modernen Physik betreten. Beide Säulen werden beim Besuch des CERN und des Paul-Scherrers-Institutes im kommenden Frühjahr benötigt und erfahrbar werden.
Trotz des umfangreichen Programms fanden die Schülerinnen und Schüler noch viel Zeit, um sich mit den begleitenden Lehreren über weitere interessante Fragestellungen der Physik auszutauschen. Am Sonntagnachmittag geht das Seminar, das  immer in sehr angenehmer Atmosphäre stattfindet, mit der Einfahrt des - für relativistische Betrachtungen sehr langsamen Zuges - ins vertraute Wuppertal zu Ende.

Thomas Schubert und Norbert Peikert

Es ist Sonntag, der 6.4. 2014. Um 7.00 startet unser Bus am Wendehammer des WDG. 26 Abiturienten der Physikkurse brechen zu einer Fahrt in die Elementarteilchenphysik auf.

Diese Exkursion zu Beginn der Osterferien führt das WDG mit Unterstützung von Doktoranden der Universität Wuppertal in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge durch.

Der erste Besuch führt uns montags ins Europäische Forschungszentrum CERN in Genf. Da der große Ringbeschleuniger LHC zur Zeit gewartet und erweitert wird, haben wir die einmalige Gelegenheit eines „Underground-Visits“, der uns ermöglicht, den „ATLAS-Detektor“ zu sehen - ein Monstrum von 46 Metern Länge und 25 Metern Höhe, Der ATLAS ist einer der vier Detektoren in dem 27 km langen unterirdischen Ringtunnel. In diesem Ringtunnel werden in zwei Vakuumröhren Protonenpakete in umgekehrter Richtung beschleunigt. Mit unglaublicher Geschwindigkeit rasen sie aufeinander zu und kollidieren. Dabei zerfallen sie in mehrere Elementarteilchen. Genau dieser Effekt führt uns sehr nahe an den Zustand kurz nach dem Urknall zurück. Die bei dem Zerfall freiwerdende Energie entspricht einer ähnlichen Temperatur wie die kurz nach dem Urknall. Staunend standen wir nicht nur vor einer unglaublich beeindruckenden Technik , sondern auch sozusagen am Anfang unserer Welt und das, „was sie im Innersten zusammenhält“. Nicht weniger faszinierend war ein Besuch in der Halle, in der man sich mit Antimaterie befasst- etwas, was man aus Science-Fiction-Filmen kennt. Tatsächlich ist es gelungen, mithilfe von Entschleunigungsvorgängen Antiwasserstoffatome herzustellen, die genau die umgekehrten Eigenschaften eines „normalen“ Wasserstoffatoms haben.

Einen Tag lang bewegten wir uns in einer Welt der „High-end-Technik“, in der wir sahen, wie Wissenschaftler und Studenten aus aller Welt aus reiner Lust an der Forschung arbeiteten.

Dass aber Forschung auch einen „nützlichen Wert“ haben kann, erfuhren wir am folgenden Tag im Paul-Scherrer-Institut bei Zürich. Hier werden Protonenstrahlen für die gezielte Behandlung von Augen- und Gehirntumoren eingesetzt. Diese Therapie ist effektiver als die herkömmliche Photonenbestrahlung, da die Wirkung der Strahlen erst unmittelbar vor dem Tumor einsetzt und somit schonender für das umgebende Gewebe ist. Vor allem der Besuch der Patientenbehandlungsplätze sowie die physikalischen Einrichtungen im Hintergrund haben uns sehr beeindruckt und zu vielen nachdenklichen Gesprächen angeregt.

Nach zwei Tagen intensiver Gemeinschaft und stundenlanger Fachsimpeleien sind Schüler und Begleiter am Mittwoch um 00:30 Uhr wieder auf dem Wendeplatz des WDG zurück.

In zwei Tagen im X-Lab in Göttingen konnten die Schülerinnen und Schüler der Biologie-Kurse der Q1 von Herrn Jaene und Frau Schweizer-Motte molekularbiologische Analyseverfahren einmal selbst anwenden.


Das GFP - Gen der Tiefseequalle mit dem schönen Namen Aequorea victoria, das die Produktion eines unter Schwarzlicht grün fluoreszierenden Proteins codiert, wurde in E. coli -Bakterien transferiert. dabei konnten grundlegende Arbeitstechniken der Molekulargenetik wie DNA-Isolierung, Umgang mit Bakterien, PCR (Polymerase Kettenreaktion) und Gelelektrophorese angewendet.
Am Ende freuten sich alle Arbeitsgruppen über ein positives Arbeitsergebnis!

Am 20.4. erfuhren die Schülerinnen und Schüler des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums ein besonderen Physikunterricht. In einem Kooperationsprojekt zwischen zwei Gymnasien, der Bergischen Universität Wuppertal, der Universität zu Köln und dem Forschungszentrum Jülich nahmen die Schüler/-innen an Experimenten teil, in denen Aspekte der Fußgängerdynamik untersucht werden.

 

Ziel des Projekts ist die Sensibilisierung der Schüler/innen für die Gefahren in großen Menschenmengen oder bei der Räumung von Gebäuden. Die Schüler/innen werden erfahren, welche Mechanismen das Verhalten von Personen auf Großveranstaltungen und bei hohen Personendichten beeinflussen und wie sie sich in solchen Situationen verhalten können. Darüber hinaus werden die Schüler/innen eigene Messungen und Auswertungen von Experimenten zum Fußgängerstau durchführen. Mit den Experimenten soll beispielsweise untersucht werden, wie sich die Unterschiedlichkeit der Fußgänger, z. B. bezüglich der Körpergröße, auf die Staubildung auswirkt. Mit weiteren Experimenten wird der Einfluss von Gruppen auf die Dynamik großer Menschenmengen erforscht.

 

Kontakt:
Lehr- und Forschungsgebiet Computersimulation für Brandschutz und Fußgängerverkehr
www.asim.uni-wuppertal.de

Division Civil Security and Traffic

www.fz-juelich.de/ias/jsc/cst

Tim Breitenborn (Q2), Karola Meininghaus,, Julia Rhene und Johanna Trübel (alle Q1) haben herausragende Erfolge in der ersten Runde der Biologie -Olympiade 2016 und zweiten Runde 2017 des IPN erzielt. Alle Schülerinnen und Schüler gehen Ende November in die zweite Runde. In der ersten Runde waren alle unter den besten 40 in NRW und unter den besten 100 in Deutschland. Besonders erfreulich ist das Abschneiden von Johanna, die sowohl landes- als auch bundesweit einen ersten Platz belegt hat. Julia kommt sowohl in der Biologie- als auch in der Chemieolympiade in die zweite Runde. Ebenfalls für die zweite Runde der Chemieolympiade hat sich Marc Böttner (Q1) qualifiziert.

Bei der diesjährigen Olympiade haben 1702 Schülerinnen und Schüler bundesweit teilgenommen.

Wir sind stolz auf das Engagement und die naturwissenschaftliche Brillanz der Schülerinnen und Schüler.

C. Schweizer-Motte

Zur Biologieolympiade:

Die Internationale Biologieolympiade (IBO) wurde 1989 von sechs Nationen gegründet und im Jahre 1990 zum ersten Mal ausgetragen. Sie ist ein jährlich wiederkehrender Schülerwettbewerb, der der Förderung biologisch interessierter und talentierter Schülerinnen und Schüler insbesondere der Sekundarstufe II dient. Der Wettbewerb wird auf nationaler und internationaler Ebene vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Er zählt zu den von der Kultusministerkonferenz empfohlene Schülerwettbewerben und ist im Begabungslotsen, dem Informationsportal zur Talentförderung vertreten. Die Organisation des nationalen Wettbewerbs, bei dem vier Kandidaten für die Olympiamannschaft ausgewählt werden, liegt beim IPN.

Die Ziele des Wettbewerbes sind, aktives Interesse an biologischen Arbeiten und kreatives Denken beim Lösen biologischer und ökologischer Fragestellungen zu fördern, Kontakte zwischen biologisch besonders interessierten Schülerinnen und Schülern herzustellen und freundschaftliche Beziehungen zwischen jungen Menschen verschiedener Länder zu entwickeln, um dadurch zur internationalen Zusammenarbeit und zum Verständnis verschiedener Nationen beizutragen.

Die internationale Biologieolympiade findet jeweils im Sommer in einem der teilnehmenden Länder statt. Näheres zur Auswahl der nationalen Teams, der Aufgaben sowie der Organisation der IBOs ist in einem internationalem IBO guide festgelegt.

Quelle: http://www.biologieolympiade.de/ 29.10.2016, 14.31 Uhr

In welchen Stufen wird das Fach Informatik am WDG  unterrichtet?

Informatik wird in der Oberstufe in Grundkursen bis einschließlich zum Abitur sowie in der differenzierten Mittelstufe in Kombination mit dem Fach Politik (hier: Verlinkung zur Pomatik-Seite) unterrichtet. Nachfolgende Informationen beziehen sich auf das Fach Informatik in der Oberstufe.

Wie läuft der Unterricht ab?

Ein großer Teil der Unterrichtsarbeit besteht für die Schülerinnen und Schüler darin, eigenständige Lösungen zu den gestellten Programmiereraufgaben zu finden. Dies erfolgt zumeist an einem Computer-Arbeitsplatz, normalerweise in Einzelarbeit oder in Zweiergruppen. Mit zunehmendem Kenntnisstand wird auch das arbeitsteilige Modellieren und Programmieren in Gruppen an Bedeutung gewinnen.

Was macht Spaß an diesem Fach?

Im Informatik-Unterricht wird in Zweierteams sehr viel programmiert. Programmieren ist eine kreative Tätigkeit, die genauso spannend, herausfordernd und befriedigend sein kann wie beispielsweise das Malen eines Bildes, das Gestalten einer Plastik oder das Bauen einer elektronischen Schaltung. Im Gegensatz zu anderen Fächern steht am Ende einer Unterrichtreihe häufig ein fertiges Produkt (z.B. ein laufendes Programm). Als Schüler bekommt man also sofort eine Rückmeldung über seine Arbeit. Außerdem macht die oft erforderliche Teamarbeit den meisten Schülern viel Freude. In den Teams entstehen oft eigenständige neue Ideen, Projekte zu verbessern und sich damit neuen Anforderungen zu stellen.

Welche Voraussetzungen muss man für dieses Fach mitbringen?

Man sollte Spaß an der Analyse von Problemen und am Problemlösen haben sowie längerfristige Aufgaben mit einer gewissen Beharrlichkeit verfolgen können. Die Bereitschaft zur selbstständigen Leistung ist eine Bedingung für erfreuliche Ergebnisse. Besondere mathematische Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Was lernt man im Allgemeinen?

Während man in der Mittelstufe vor allem lernt, mit Software umzugehen, lernen wir in der Oberstufe auch, eigene Software zu planen und zu erstellen.  In der Oberstufe lernt man die objektorientierte Programmiersprache JAVA. Vor allem aber lernt man logisches Denken, Abstrahieren und besondere Verfahren, um Probleme zu analysieren und zu lösen. Theorie und Praxis gehen dabei fließend ineinander und es gibt viele Querverbindungen zu anderen Fächern. Je länger man Informatik betreibt, desto größer wird Überblick über das gesamte Fach. Neben der Objektorientierten Programmierung und Modellierung werden auch Grundkenntnisse zu relationalen Datenbanken (einschließlich SQL), Automatentheorie, Netzwerken und kryptologischen Verfahren erworben. Einen genaueren Überblick über die verbindlich vermittelten Lerninhalte erhält man bei Durchsicht der Vorgaben für das Zentralabitur in NRW und über das schulinterne Curriculum.

Kann man Informatik am WDG als Abiturfach wählen?

Informatik kann auch als 3. oder 4. Abiturfach gewählt werden. In den vergangenen Jahren erzielten die Schülerinnen und Schüler, welche Informatik im schriftlichen Abitur wählten, überwiegend sehr gute Ergebnisse, welche deutlich über dem Landesdurchschnitt im Zentralabitur lagen.

In welchen Stufen wird das Fach Informatik am WDG unterrichtet?
Informatik wird in der Oberstufe in Grundkursen bis einschließlich zum Abitur sowie in der differenzierten Mittelstufe in Kombination mit dem Fach Politik unterrichtet.

Wie läuft der Unterricht ab?
Ein großer Teil der Unterrichtsarbeit besteht für die Schülerinnen und Schüler darin, eigenständige Lösungen zu den gestellten Programmiereraufgaben zu finden. Dies erfolgt stets an einem Computer-Arbeitsplatz in Zweiergruppen.

Was macht Spaß an diesem Fach?
Im Informatik-Unterricht wird in Zweierteams sehr viel programmiert. Programmieren ist eine kreative Tätigkeit, die genauso spannend, herausfordernd und befriedigend sein kann wie beispielsweise das Malen eines Bildes, das Gestalten einer Plastik oder das Bauen einer elektronischen Schaltung.Im Gegensatz zu anderen Fächern steht am Ende einer Unterrichtreihe ein fertiges Produkt, nämlich das laufende Programm, dessen Leistungsfähigkeit der Schüler schon während der Entwicklungsarbeit und ohne Lehrerurteil selbst einschätzen kann.Als Schüler bekommt man also sofort eine Rückmeldung über seine Arbeit.Außerdem macht die Teamarbeit den meisten Schülern viel Freude. In den Teams entstehen oft eigenständige neue Ideen, Projekte zu verbessern und sich damit neuen Anforderungen zu stellen.

Welche Voraussetzungen muss man für dieses Fach mitbringen?
Man sollte Spaß an der Analyse von Problemen und am Problemlösen haben sowie längerfristige Aufgaben mit einer gewissen Beharrlichkeit verfolgen können. Die Bereitschaft zur selbstständigen Leistung ist eine Bedingung für erfreuliche Ergebnisse. Besondere mathematische Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Was lernt man im Allgemeinen?
In der Mittelstufe lernt man vor allem mit Software umzugehen, in der Oberstufe Software zu erstellen. In beiden Stufen lernt man den Aufbau und die Funktionsweise eines Computers kennen. In der Oberstufe lernt man eine objekt-orientierte Programmiersprache und die Maschinensprache des Computers.Vor allem aber lernt man logisches Denken, Abstrahieren und besondere Verfahren, um Probleme zu analysieren und zu lösen.Theorie und Praxis gehen dabei fließend ineinander und es gibt viele Querverbindung zu anderen Fächern.Je länger man Informatik betreibt, desto größer wird Überblick über das gesamte Fach. Fachsprachliche Begriffe, die besprochen werden, findest du im Informatiklexikon.

So verstehen wir das Fach Biologie
Das Fach Biologie - unsere Ziele und Ideen

Das Fach Biologie ist bei vielen Schülerinnen und Schülern beliebt. Der Grund liegt auf der Hand: Wenige Schulfächer bieten die Möglichkeit, viele Unterrichtsinhalte unmittelbar in der eigenen Umgebung zu erfahren. Die Biologie ermöglicht es, das Leben und seine Ursprünge zu verstehen. Ziel ist es dabei auch, wissenschaftliche Methoden zu erschließen, wissenschaftliche Entdeckungen nachzuvollziehen und ihren Wert schätzen zu lernen.

Während unsere Schüler in der Sekundarstufe I unter anderem lernen, wie die Fotosynthese bei Pflanzen abläuft, Blutgruppen vererbt werden und wie aus einer befruchteten Eizelle ein Mensch entsteht, setzen sich die Grund- und Leistungskurse der Sekundarstufe II intensiv mit Fragestellungen der Genetik, Evolution, Ökologie sowie Neurobiologie auseinander. Doch Biologieunterricht soll nicht nur dazu dienen, biologische Fakten zu erfassen. Vielmehr soll es darum gehen, Schülerinnen und Schülern biologische Fragestellungen näher zu bringen und ihren Blick für die sie umgebende Natur zu schärfen. Dabei sollen biologische Zusammenhänge so häufig wie möglich in Experimenten und in der Auseinandersetzung mit Realobjekten erfahrbar gemacht werden. Zu diesem Zweck sind unsere Biologieräume mit mehreren Klassensätzen diverser Versuchsmaterialien sowie fest installierten Beamern und Computern mit Internetzugang ausgestattet.

In der Sekundarstufe eins wird Biologe in den Klassenstufen fünf, sechs, sieben und neun unterrichtet. In der Oberstufe kommen regelmäßig Grund- und Leistungskurse zustande. Darüber hinaus haben die Schüler die Möglichkeit, in den Klassen acht und neun Differenzierungskurse mit biologischem, Schwerpunkt zu belegen. Dazu gehört z.B. der Differenzierungskurs Biologie – Sport.

„Welt hinter Glas“

- Lebensräume und ihre Bewohner in die Schule bringen –

... kein noch so guter Film
… kein Simulationsprogramm
... keine Folie
... kein Schulbuch
... kein Lehrervortrag

NICHTS kann die Begegnung mit dem Lebendigen ersetzen!

Die bisherige Geschichte…..

Unter dem genannten Titel - stellte unsere Schulleiterin, Frau Schweizer-Motte am 18.04.2016 bei der Bayer-Schulstiftung das Projekt vor. Einen Monat später kam die Zusage, dass das Projekt als förderungswürdig anerkannt wurde. Mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 10.000 € konnten im kommenden Schuljahr die ersten tierischen Bewohner beim WDG einziehen. Seitdem wurden wir durch die Bayer-Schulstiftung dreimal in Folge gefördert. So das insgesamt 19.500 € zur Verfügung standen.

Was ist eigentlich ein "Vivarium"?
Unter einem Vivarium versteht man zunächst eine Tierhaltungsanlage zur Aufzucht und Pflege lebender, meist wechselwarmer Kleintiere in Aquarien, Terrarien oder Paludarien. In der Antike wurde jede Form eines Tierparkes Vivarium (lateinisch: vivarium = „Behälter für lebende Tiere“) genannt. Zunächst war das Ziel der Schule bzw. der Fachschaft Biologie einige pflegeleichte Insektarien, Aquarien, Terrarien und Paludarien im Laufe des Schuljahres 2016/17 aufzubauen, Pflegepläne und Tierportraits zusammenzustellen und Regeln zum Umgang mit den Tieren sowie Arbeitsmaterialien für den Einsatz im Unterricht zu erarbeiten.

Die Auswahl der Tiere erfolgt (unter Beachtung der für Tierhaltung in der Schule geltenden Rechtsbestimmungen) nach den Kriterien: Lernertrag, Vielfalt der Lebensraumansprüche, Kosten, Arbeitsaufwand und Schauwirkung. Maßgeblich waren hier die Empfehlungen des Ringes der deutschen Vivariumschulen und der Publikation von H. Keller: Tierhaltung in der Schule. Stuttgart 2006.

Nach ersten Erfolgen wagten wir uns dann auch an Tiere mit anspruchsvolleren Lebensbedingungen und erste Zuchten sowie verschiedene Vergesellschaftungen (=Tiere unterschiedlicher Arten in einem Behältnis). Der Aufbau unseres Vivariums und die damit verbundene Arbeit der Schülerinnen und Schüler wurde durch eine Masterarbeit an der Bergischen Universität im Fachbereich Biologiedidaktik (Autorin: Irina Schleicher) wissenschaftlich begleitet und unterstützt. Am Tag der offenen Tür 2016 wurde dann das Vivarium feierlich eröffnet.
2017 wurden wir Mitglied im Ring der deutschen Vivariumschulen. http://www.vivariumschulen.de/

Der Aufbau und die Gestaltung des Vivariums als innerschulischer Lernort erfolgt unter (weitgehender) Mitbestimmung und in Zusammenarbeit mit einer altersheterogenen Schülergruppe („Vivarium AG –WDG). Für die dauerhafte Pflege der Tiere und ihrer „künstlichen Lebensräume“ werden „Tierpatenschaften“ durch zwei bis drei „Experten“ aus der Schülerschaft übernommen werden, die ihre jeweiligen Nachfolger aus den jüngeren Jahrgängen einarbeiten. Eine beständige Berichterstattung über die Arbeit auf der schuleigenen Website ist geplant. Ein Flyer zu unserem Vivarium entstand 2018.
Mit dem Rückzug der Schule ( der vom WDR filmisch begleitet wurde "Der Umzugstag im Schulvivarium") zum Standort Johannisberg in den Weihnachtsferien des Schuljahres 2018/19 erhielt das „Schul-Vivarum“ einen eigenen Raum, angeschlossen an die Gemeinsame Mitte. Die Schauwirkung für die Schulöffentlichkeit ist durch die Verglasung zur Gemeinsamen Mitte gesichert. Darüber hinaus erhielten einige Arten einen Platz im schulöffentlichen Raum der Gemeinsamen Mitte, der Kommunikationszone Schulleitung und dem Sekretariat, da das Vivarium zwischenzeitlich so gewachsen ist, dass der ursprünglich dafür geplante Raum nicht mehr ausreicht.
Die Pflege der Tiere erfolgt durch Arbeitsgemeinschaften, die von mehreren Lehrkräften betreut werden. Insgesamt sind ca. 40 Schülerinnen und Schüler aktiv an der Pflege der Tiere und der Betreuung des Vivariums beteiligt.
Die Pflege obliegt den „Alten Hasen“ (mindestens ein Jahr in der AG), sie arbeiten weitgehend selbstständig. Die „jungen Hüpfer“ arbeiten sich mind. en Jahr in die verschiedenen Tierarten und ihre Bedürfnisse ein.

Ziel ist es Expertenwissen zur Lebensweise, Ökologie und den daraus resultierenden Bedürfnissen der einzelnen Tierarten (= fachsystematischen biologischen Kompetenzen) aufzubauen. Durch die Planung und das Unterhalten eines Terrariums bzw. Aquariums müssen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Lebensbedingungen der jeweiligen Tiere auseinandersetzen und bekommen auf diese Weise z.B. einen Einblick in die Ökologie der jeweiligen Tiergruppe. Grundlegendes Verständnis komplexer Wechselspiele zwischen abiotischen und biotischen Faktoren werden hierbei unmittelbar erfahrbar.
Als prozessbezogene Kompetenz erlangen Schülerinnen und Schüler durch zielgerichtete Beobachtungen von Organismen Erkenntnisse über Morphologie und Verwandtschaft der beherbergten Arten. Außerdem eignen sich Tiere im Unterricht hervorragend, um Gestaltmerkmale von Lebewesen kriterienbezogen zu beschreiben und vergleichen. Nicht nur der Fachbereich Biologie profitiert hiervon. Die obligatorische Tierbeschreibung in Klasse 5 im Fach Deutsch bezieht sich immer auf ein Vivariumstier. Entgegen dem Trend des schnellen „Wegklickens“ fördert das Vivarium hierdurch maßgeblich das genaue und geduldige Beobachten und trägt zum Bildungsziel der Schule „Förderung der Detailgenauigkeit“ bei.

Interesse für Lebendiges wecken und biologisches Wissen aufbauen sind also zum einen die wesentlichen Beweggründe für unsere Haltung von Tieren an der Schule. Aber auch das Lebensumfeld Schule aufzuwerten ist ein zentrales Ziel. Durch den Schauwert der Terrarien wird der MINTec Schwerpunkt unserer Schule, auch für die nicht unmittelbar im naturwissenschaftlichen Bereich Tätigen und alle unsere Besucher direkt sichtbar. Die Erfahrung zeigt, dass die Terrarien im öffentlichen Schulraum Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Besucher anziehen und nachhaltig im Gedächtnis bleiben (vgl. Ergebnisse der jährlich gemachten Umfragen bei der Anmeldung zu der Frage, „Was hat dir am „Tag der offenen Tür“ am besten gefallen?“).

Die Schüler üben einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebewesen und bauen häufig auch eine emotionale Bindung zu den anvertrauten Tieren auf. Hierdurch entsteht eine klare Identifikation mit der Schule als Lebensraum, die insbesondere im Ganztag von unmittelbarer Wichtigkeit ist.
Zudem wünschen sich viele Schüler eigene Tiere, wobei ihnen oftmals noch die Kenntnisse über die Bedürfnisse des jeweiligen Tieres und das Bewusstsein über die entstehende Verantwortlichkeit fehlt. Die Tierhaltung an der Schule kann hier eine realistische Entscheidungsfindung, selbst Tiere zu halten, unterstützen. Dies entlastet die Eltern, die sich häufig mit diesen Fragen auseinandersetzen müssen und die Folgen der getroffenen Entscheidung zu tragen haben.
Wir stellen weiterhin fest, dass insbesondere die affektiven Lernziele, die von Ekelabbau bis hin zu Zeitmanagement- und Planungskompetenz reichen in hervorragender Weise durch das Vivarium gefördert werden.
Die Zusammenarbeit in altersheterogenen Teams fördert darüber hinaus alle sozialen Kompetenzen und leistet einen hervorragenden Beitrag zu Teamfähigkeit, Planungs- und Konfliktlösekompetenzen.
Die Entscheidungsfindung, ob ein Beruf im Bereich der Life-Science erstrebenswert ist, wie auch die Schulung handwerklicher Fähigkeiten beim Bau und der Einrichtung von Tierbehältnissen wird ebenfalls gefördert, so dass das Vivarium oft erste Entscheidungen für Praktika und die daraus resultierenden Berufswünschen maßgeblich beeinflusst.

Der Ist- Stand unser Tierliste (September 2019)

Derzeit werden folgende Tierarten beherbergt und gepflegt:

  • ein Jemenchamäleon (Chamaeleo calyptratus)
  • ein männliches und ein weibliches Pantherchamäleon (Furcifer pardalis)
  • zwei Axolotl (Ambystoma mexicanum)
  • zwei Bartagamen (Pogona)
  • ein Rotaugen-Taggecko (Phelsuma)
  • drei Leopardengeckos (Eublepharis macularius)
  • zwei Sumpfschildkröten (wahrscheinlich: Emydoidea blandingii , Jungtiere noch nicht abschließend bestimmbar)
  • zwei kalifornische Höckerschildkröten (Graptemys nigrinoda, Jungtiere noch nicht abschließend bestimmbar)
  • sieben Kornnattern (Pantherophis guttatus)
  • drei Königspython (Python regius)
  • drei Strumpfbandnattern
  • Wüstenrennmäuse (Gerbilinae)
  • diverse Farbmäuse (Mus musculus domesticus)
  • afrikanische Tausendfüßer (Myriapoda)
  • Dreistreifenbaumsteigerfrösche (Epipedobates tricolor)
  • Blaue Baumsteigerfrösche (Dendrobates tinctorius)
  • Gespenstschrecken (Phasmmatodea)
  • Indische Stabschrecken (Carausius morus)
  • Wandelnde Blätter (verschiedenen Arten)
  • Argentinische Waldschaben (Ectobiinae)
  • Goldfische (Carassius auratus auratua)
  • Tropisches Gesellschaftsbecken mit diversen Skalaren und Welsarten

Wüsten- und Wanderheuschrecken, Grillen und Heimchen sowie Mehlwürmer, Drosophila und Bienenmaden als Futtertiere
Seit dem Ringtreffen 2019 auch wieder

  • Fauchschaben (Gromphadorhina portentosa)
  • Rosenkäfer (Pachnoda marginata)
  • drei (noch ganz kleine) Strumpfbandnattern (Thamnophis sirtalis)
    (ganz lieben Dank an alle Spender!)

© Claudia Schweizer-Motte, September 2019

ein Wasserfloh mit dem Smartphone durch ein Mikroskop aufgenommen
Ein Wasserfloh mit dem Smartphone durch ein Mikroskop aufgenommen 

Jedes Lebewesen löst spätestens bei genauerer Betrachtung Faszination und Erstaunen aus. Aus diesem Grund sind wir überzeugt, dass die Natur selbst die größten Lernanreize bietet und besuchen beispielsweise schon mit unseren fünften Klassen die Zooschule des Wuppertaler Zoos (http://www.zoo-wuppertal.de/zoopaedagogik/zooschule.html), um dort von geschultem Personal tiefere Einblicke in die Welt ausgewählter Tierarten zu erhalten. Auch unseren Grund- und Leistungskursen der Oberstufe ermöglichen wir praxisorientierte Veranstaltungen, wie zum Beispiel eine Exkursion zur Fließgewässeruntersuchung an der Station Natur und Umwelt in Wuppertal (http://www.stnu.de).

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